Fütterungsarten
für Hunde und Katzen -
Welche ist die Richtige?

Wer einen Hund oder eine Katze hat, stellt sich früher oder später eine wichtige Frage:
Welche Fütterungsart ist eigentlich die richtige für mein Tier?
Es gibt heute viele verschiedene Möglichkeiten, Hunde und Katzen zu füttern – zum Beispiel Nassfutter, Trockenfutter, BARF, selbstgekochtes Futter oder Mischfütterung. Jede Fütterungsart hat ihre eigenen Vorteile und Besonderheiten.
Für Tierhalter kann es deshalb schnell unübersichtlich werden. Welche Variante ist gesund? Was passt zum eigenen Alltag? Und worauf sollte man bei der Auswahl achten?
In diesem Artikel erfährst Du:
- welche Fütterungsarten es für Hunde und Katzen gibt
- welche Vorteile und Nachteile sie haben
- und welche Fütterungsform zu Deinem Tier passen könnte
So kannst Du eine bewusste und informierte Entscheidung für die Ernährung Deines Vierbeiners treffen.
Als Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen werde ich häufig genau zu diesem Thema gefragt – deshalb findest Du hier eine übersichtliche und leicht verständliche Erklärung der wichtigsten Fütterungsarten.
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Welche Fütterungsarten für Hunde und Katzen gibt es ?
Es gibt vier grundlegende Fütterungsarten:
- BARF (Rohfütterung)
- Selberkochen
- Trockenfutter
- Nassfutter
Jede dieser Fütterungsarten hat ihre Berechtigung - entscheidend ist die richtige Umsetzung.
B.A.R.F. - Rohfütterung

BARF steht für "BONES AND RAW FOOD" oder auch: "Biologisch artgerechte Rohfütterung".
Wie die Übersetzung schon sagt, werden hier hauptsächlich rohe Komponenten verfüttert.
Diese Fütterungsart eignet sich vor allem für Hundehalter oder Katzenbesitzer, die sich gerne mit der Fütterung beschäftigen wollen.
Selberkochen

Selberkochen ist ähnlich wie BARF - nur eben mit gekochten Zutaten. Auch diese Fütterungsart setzt somit voraus, dass sich der Halter mit der korrekten Zusammenstellung befasst.
Als Risiko bleibt beim Selberkochen der mögliche Nährstoffmangel, da beim Kochen die meisten Bakterien und Viren zerstört werden, entfallen hier viele Risiken.
Selbstgekochtes Futter kann eine gute Alternative sein, erfordert jedoch Kenntnisse über den Nährstoffbedarf von Hunden und Katzen.
Vorteile von BARF und Selberkochen
- volle Kontrolle über Zutaten
- sehr naturnahe Ernährung
- keine bzw. geringe Verarbeitung, dadurch Erhalt der Nährstoffe
- liefert dem Körper zusätzlich Wasser
Nachteile von BARF und Selberkochen
- zeitaufwendig
- Bedarf muss genau berechnet werden
- Ernährungskenntnisse oder Berater erforderlich
- frühzeitig Überlegungen für den Urlaub anstellen
Fertigfutter
Fertigfutter gibt es als:
- Nassfutter
- Halbnassfutter
- Trockenfutter
In meiner Auflistung unten habe ich Halbnassfutter nicht zusätzlich aufgelistet.
Zusätzlich unterscheiden sich:
- Alleinfutter
- Ergänzungsfutter
Wie der Name schon sagt enthält Alleinfutter alles, was ein Tier braucht - es kann also "allein" bzw. ausschließlich gefüttert werden. Der Hinweis "Alleinfutter" muss immer auf dem Futter vermerkt sein.
Ergänzungsfutter sind zur "Ergänzung" gedacht und sollten daher nicht ausschließlich gefüttert werden.
Nassfutter

Nassfutter wird industriell hergestellt und beinhaltet (vorausgesetzt es ist ein "Alleinfutter") alle Nährstoffe, die das Tier braucht. Nassfutter ist meist in Dosen oder Tetrapacks erhältlich und kann schnell und unkompliziert serviert werden.
Beim Nassfutter ist die Qualität der Zutaten ein wichtiges Kriterium. Nassfutter, das schlechte Zutaten enthält, oder bei dem man gar nicht weiß, was enthalten ist, birgt auch viele Risiken. Deshalb sollte man immer auf eine offene, transparente Deklaration achten.
Vorteile von Nassfutter
- geringer Zeitaufwand
- meist hohe Akzeptanz
- kein Ernährungswissen notwendig
- oft näher an natürlicher Ernährung
- liefert dem Körper zusätzlich Wasser
Nachteile von Nassfutter
- große Qualitätsunterschiede
- Deklaration oft unklar (besonders günstige Nassfutter enthalten oft hohe Mengen Konservierungsstoffe / Zusatzstoffe)
👉 Hier lohnt sich ein genauer Blick auf die Inhaltsstoffe. Mehr dazu: hier
Trockenfutter

Trockenfutter wird, wie der Name schon sagt, das Wasser entzogen. Dadurch hat es einen Feuchtigkeitsanteil von unter 10% (Lebewesen bestehen i.d.R. aus 70 - 80 % Feuchtigkeit). Bei der Fütterung von Trockenfutter sollte Dein Tier also sehr viel trinken.
Durch die hohen Temperaturen bei der Herstellung gehen einige hitzeempfindliche Nährstoffe verloren, weshalb diese anschließend künstlich ergänzt werden müssen. Trockenfutter enthalten oft weitere künstliche Zusätze: wie z.B. Farbstoffe, damit das Futter appetitlich aussieht - für den Menschen wohlgemerkt, denn dem Tier wäre die Farbe egal; zusätzliche Lockstoffe, die für größere Akzeptanz bei den Tieren sorgen - so lassen sich auch minderwertige Zutaten gut vertuschen). Nicht jedes Trockenfutter ist per se schlecht. Es gibt auch wirklich gute Trockenfutter, aber diese kosten meist auch mehr und sind dann, genau wie gute Nassfutter, offen Deklariert, sodass man sieht, was drin steckt.
Vorteile von Trockenfutter
- einfach zu lagern
- lange haltbar
- unkompliziert
- kein Ernährungswissen notwendig
- geringere Kosten als bei eigener Zubereitung
Nachteile von Trockenfutter
- liefert dem Tier kaum Feuchtigkeit
- oft mit hohem Getreide- / Kohlenhydratanteil
- oft mit Zusatzstoffen / Lockstoffen / Konservierungsstoffen
👉 Gerade bei Katzen sollte Trockenfutter kritisch betrachtet werden.
Du bist nicht sicher, ob Dein Hund bzw. Deine Katze Nassfutter mag bzw. verträgt? Dann fordere jetzt Deine kostenlose Proberation und teste das hochwertige Nassfutter von ANIfit unverbindlich:

Vergleich der Fütterungsarten für Hunde und Katzen

Was bedeutet „offene Deklaration“?
Bei einer offenen Deklaration werden die Zutaten eines Futters klar und genau aufgelistet, zum Beispiel:
- 70 % Rind (Muskelfleisch, Herz, Leber)
- 20 % Gemüse
- 10 % Mineralstoffe
Beispiel für ein Hundefutter mit offener Deklaration:

Bei einer sogenannten geschlossenen Deklaration steht dagegen oft nur: „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“
Hier ist für den Tierhalter nicht erkennbar, welche Fleischsorten und welche Bestandteile tatsächlich enthalten sind.
Wenn Du mehr darüber erfahren möchtest, wie Du gutes Tierfutter anhand der Deklaration erkennst, findest Du hier eine ausführliche Erklärung.
Viele Tierhalter sind überrascht, wie unterschiedlich Futtersorten deklariert sind. Wenn Du unsicher bist, ob Dein aktuelles Futter wirklich hochwertig ist, kannst Du gerne einen Futter-Check bei mir machen.
Ist es möglich verschiedene Fütterungsarten zu kombinieren?
Ja, aber Du solltest den Kaloriengehalt und die Nährstoffzusammensetzung im Blick behalten.
Häufig werden Nass- und Trockenfutter kombiniert. Hier ist es wichtig, dass das Futter nicht vermischt wird, sondern mit genügend Abstand (z.B. in zwei Rationen pro Tag) gegeben wird. Denn Trockenfutter hat eine längere Verdauungszeit als Nassfutter - werden beide Futter gemischt, kann dies Verdauungsprobleme hervorrufen. Da es sich in beiden Fällen um Alleinfuttermittel handelt, ist kein Nährstoffdefizit zu befürchten. Eher sollte man die gesamte Futtermenge im Blick haben, damit der Hund/ die Katze nicht dauerhaft zu viele Kalorien erhält.
Eine andere Form der Mischfütterung ist Fertigfutter mit selbst zubereiteten Mahlzeiten zu kombinieren. Viele Hundehalter nutzen diese Methode, um die Vorteile dieser Fütterungsarten zu verbinden. Hier sollte darauf geachtet werden, dass das Futter insgesamt ausgewogen bleibt und alle wichtigen Nährstoffe ausreichend enthalten sind.
Fazit: Es ist möglich, verschiedene Fütterungsarten zu kombinieren. Wichtig ist, die Gesamtfuttermenge anzupassen, damit der Energiebedarf des Tieres nicht überschritten wird.
Wo ich eben schon Verdauungsprobleme angesprochen habe, möchte ich kurz darauf eingehen:
Wie funktioniert die Verdauung von Hund und Katze?

Hunde und Katzen haben – im Vergleich zu Pflanzenfressern – einen relativ kurzen Verdauungstrakt.
Während Pflanzenfresser wie Schafe einen sehr langen Darm besitzen, um pflanzliche Fasern aufzuschließen, ist der Darm von Fleischfressern deutlich kürzer.
Zum Vergleich (gerundete Durchschnittswerte):
- Schaf: ca. 1 : 20–25
- Mensch: ca. 1 : 5–6
- Hund: ca. 1 : 4–6
- Katze: ca. 1 : 3–4
Der kürzere Darm von Hund und Katze ist darauf ausgelegt, tierische Nahrung relativ schnell zu verdauen.
Katzen sind sogenannte "obligate Fleischfresser". Ihr Stoffwechsel ist darauf ausgelegt, Energie hauptsächlich aus tierischem Eiweiß und Fett zu gewinnen. Kohlenhydrate können sie zwar in begrenztem Maß verdauen, sie spielen jedoch in ihrer natürlichen Ernährung kaum eine Rolle.
Der Magen von Hund und Katze besitzt eine sehr saure Umgebung (pH-Wert etwa 1–2). Diese starke Magensäure hilft dabei, Fleisch, Knochen und Bindegewebe effektiv zu zersetzen und mögliche Keime abzutöten.
Die Vorfahren unserer Hunde erlegten meist größere Beutetiere und fraßen danach längere Zeit nichts. Entsprechend kann der Hundemagen relativ große Futtermengen aufnehmen.
Katzen hingegen jagen in der Natur viele kleine Beutetiere über den Tag verteilt. Deshalb ist ihr Magen kleiner ausgelegt und sie profitieren häufig von mehreren kleinen Mahlzeiten.
Sowohl Hunde als auch Katzen sind stark auf tierisches Protein spezialisiert. Proteine bestehen aus Aminosäuren, die für zahlreiche Körperfunktionen benötigt werden – etwa für Muskeln, Enzyme, Hormone und das Immunsystem.
Besonders wichtig für Katzen ist die Aminosäure Taurin. Katzen können Taurin im Gegensatz zu Hunden nicht selbst herstellen und müssen es daher über die Nahrung aufnehmen. Ein Taurinmangel kann bei Katzen unter anderem zu Herzproblemen, Sehstörungen oder Fruchtbarkeitsproblemen führen.
Deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die verschiedenen Fütterungsarten – und darauf, welche Ernährung wirklich zur Biologie von Hund und Katze passt.
Wo liegen die Unterschiede?
Die Unterschiede der Fütterungsarten habe ich unterteilt in:
- Qualität,
- Aufwand &
- Preis.
Qualität
Wer Wert auf eine artgerechte und gesunde Ernährung legt, sollte hochwertiges Fertigfutter, BARF oder Selbstgekochte Rationen füttern!
Was ein hochwertiges Fertigfutter auszeichnet, kannst Du hier nachlesen.
Trockenfutter ist wegen seines geringen Wassergehaltes ungeeignet (vor allem bei Katzen, die eh schon von Natur aus wenig trinken). Außerdem enthalten viele (eigentlich die meisten) Trockenfuttersorten leider sehr viele künstliche Zusätze, Lock- und Farbstoffe, die Dein Tier nicht braucht.
Aufwand
Beim Aufwand unterscheiden sich die beiden Fütterungsarten "BARF" und "Selberkochen" kaum - beide sind sehr aufwändig, vor allem sollte man sich genau einlesen, denn diese haben großes Fehlerpotenzial (darauf gehe ich weiter unten ein). Von der Beschaffung der Zutaten bis zur Zubereitung der Rationen gibt es beim Selberkochen und bei BARF für den Tierhalter sehr viel zu tun.
Anders ist es beim Fertigfutter: Trockenfutter ist natürlich die einfachste Variante, aber auch Nass- und Halbnassfutter sind schnell serviert. Wenn man einen Lieferservice nutzt und sich das Futter nach Hause liefern lässt, entsteht auch hier kein Aufwand (dies gibt es auch schon in guten BARF-Shops, also würde auch hier eine Erleichterung entstehen). Großer Vorteil des Fertigfutters: wenn man ein hochwertiges Futter wählt, ist auch sicher alles drin, was der Hund / die Katze braucht. ALLERDINGS, kommen wir zum nächsten Unterschied:
Preis
Hier gibt es "von bis" natürlich alles. Jeder, der sich für Selberkochen oder BARF entschieden hat, dem ist eine hochwertige und gesunde Ernährung wichtiger als ein günstiger Preis. Beim Fertigfutter ist das anders. Hier gibt es, je nach Qualität, große Preisunterschiede und da fragt man sich natürlich:
Kommen wir zu einer Frage, bei der man spontan an BARF oder Selberkochen denkt, die aber auch bei Fertigfutter nicht unwichtig ist:
Wenn Du Dir unsicher bist, welche Fütterung für Dein Tier am besten ist, unterstütze ich Dich gerne mit einer persönlichen Beratung.
Warum lohnt es sich mehr Geld für hochwertiges Hunde- bzw. Katzenfutter auszugeben?
Die kurze Antwort wäre: weil gute Zutaten einfach mehr kosten und Du Dein Tier dadurch gesünder ernährst! Aber ganz so einfach möchte ich diese Frage nicht beantworten, deshalb befassen wir uns zunächst damit, was Hunde und Katzen denn fressen sollten.
Grundsätzlich gibt es drei Arten von "Ernährungstypen", das sind:
- Fleischfresser (Karnivore)
- Pflanzenfresser (Herbivore) &
- Allesfresser (Omnivore - zu denen wir Menschen z.B. gehören)
Katzen sind reine Fleischfresser (obligate Karnivoren), Hunde haben sich über die Jahre an die "neue" Ernährung angepasst und sind daher "fakultative Karnivoren" also Fleischfresser mit Anpassung an Mischkost. Beide Tierarten würden sich (wenn sie es entscheiden könnten und sie ihren natürlichen Instinkten folgen) hauptsächlich von Beutetieren ernähren. Ein Beutetier würde einer Katze bzw. einem Hund alle Nährstoffe liefern, die sie bzw. er braucht:
- Proteine (Eiweiße) aus dem Fleisch,
- Kalzium aus den Knochen,
- Natrium aus dem Blut,
- fettlösliche Vitamine & Spurenelemente aus den Organen,
- Fettsäuren aus dem Körperfett usw.
Bei BARF werden daher auch oft Beutetiere "nachgebaut".
Reines Muskelfleisch enthält nicht alle notwenigen Nährstoffe, eine reine Fütterung damit, führt deshalb recht schnell zu einer Mangelernährung. Aber Muskelfleisch liefert wertvolle Proteine und diese brauchen Hunde und Katzen, da sie ihren Körper hauptsächlich aus Proteinen aufbauen, erhalten und erneuern. Wichtig ist hierbei die Unterscheidung zwischen tierischen und pflanzlichen Proteinen. Tierische Proteine können von Katzen und Hunden besser verwertet werden und sind daher in der Nahrung hochwertiger. Bei pflanzlichen Proteinen ist das leider nicht so - sie sind für Hunde und Katzen schlecht verwertbar und liefern leider nicht immer alle Aminosäuren, die die Tiere benötigen. Außerdem gibt es hochwertigere Proteine (z.B. aus qualitativ hochwertigem Muskelfleisch) und minderwertigere Proteine (aus tierischen Nebenprodukten, wie Haut, Sehnen,...).
Und hier liegt auch oft der Unterschied im Hundefutter bzw. Katzenfutter! Futter mit minderwertigeren Proteinen oder vielen pflanzlichen Proteinen sind oftmals deutlich günstiger. Allerdings brauchen die Tiere dann auch deutlich mehr Futter. Minderwertige Zutaten zeigen sich bei unseren Lieblingen dann auch durch schlechtere Fellqualität und Muskelabbau. Dies ist nur ein Beispiel, denn beim Kohlenhydratanteil geht es direkt weiter. Günstigere Futtersorten haben oft einen hohen Kohlenhydratanteil. Katzen können Kohlenhydrate jedoch nur begrenzt verwerten, da ihre Verdauung stark auf tierische Proteine und Fette spezialisiert ist. Auch bei Hunden führt ein zu hoher Kohlenhydratanteil oft zu Problemen. Es lohnt sich also, das Futter einmal genau unter die Lupe zu nehmen.
Exkurs: Fütterungsempfehlung
-> Warum sollte ich die Fütterungsempfehlungen beachten?
Fertigfutterhersteller sind verpflichtet eine Fütterungsempfehlung anzugeben. Wie oben erwähnt sind die Zutaten in den Futtern unterschiedlich hochwertig, dadurch ergibt sich auch eine unterschiedliche Futtermenge. Nicht immer bedeutet dies, dass ein teureres Futter automatisch teurer ist :-) Klingt komisch - ich weiß! Aber was ich damit sagen will: man sollte immer die Fütterungsempfehlung ansehen und nachrechnen, was man pro Tag dann für ein Futter bezahlen muss. Beispiel:
Futter A empfiehlt für meinen 20 kg Hund eine Futtermenge pro Tag von: 910 - 1.240 g - das Kilo kostet hier: 5,24 €
Futter B empfiehlt für meinen 20 kg Hund eine Futtermenge pro Tag von: 500 - 600 g - das Kilo kostet hier: 7,41 €
Futter A scheint also günstiger.
Allerdings gebe ich bei Futter A gebe ich pro Tag zwischen 4,77 - 6,50 € aus.
Bei Futter B kostet mich das Futter pro Tag zwischen 3,71 - 4,45 €.
Somit ist das Futter, das einen teureren Kilopreis hat, trotzdem günstiger als das andere Futter.
Außerdem: die Zahlen der oben genannten Futter sind nicht erfunden. Futter A ist ein Nassfutter eines großen deutschen Futterherstellers, bei Futter B handelt es sich um "Gockels Duett" von ANIfit.
Worauf muss ich beim Katzen- und Hundefutter achten?
Wie gesagt fängt es bei Proteinen und Kohlenhydraten an und geht bei Zusatz-, Lock- und Farbstoffen weiter. Viele dieser Stoffe werden zugesetzt, damit das Tier das Futter besser annimmt, oder damit das Futter (für den Menschen!) appetitlicher aussieht - sind aber für das Tier absolut wertlos. Hier sollte man genauer hinsehen und wenn Du Dich näher dafür interessierst dann kannst Du hier mehr über die Deklaration lesen. Oder Du vereinbarst einen Futter-Check und wir gehen Dein aktuelles Futter gemeinsam durch:

Kommen wir zu einer Frage, bei der man spontan an BARF oder Selberkochen denkt, die aber auch bei Fertigfutter nicht unwichtig ist:
Welche Risiken sollte ich kennen?
Bei BARF und Selberkochen bestehen leider einige Risiken:
- mögliche Keimbelastung
- mögliches Nährstoffdefizit (bei fehlerhafter Zusammenstellung)
- höheres Risiko für Infektionskrankheiten für Tier UND Mensch (Toxoplasmose, Salmonellen,...) und für einen Befall mit Parasiten (Würmer, Viren)
Bei diesen beiden Fütterungsarten sollte auf eine sehr gute Hygiene geachtet werden. Besonders wenn Kinder, Schwangere oder ältere Menschen im selben Haushalt wohnen!
"Nachteile" von Trockenfutter:
- keine frischen Zutaten
- geringer Feuchtegehalt
- meist chemisch konserviert, daher keinerlei natürliche Nährstoffe mehr enthalten
Die richtige Fütterung hängt auch vom Tier ab
Es gibt nicht die eine perfekte Fütterungsart, die für jeden Hund/ jede Katze gleichermaßen geeignet ist. Jedes Tier ist individuell und hat unterschiedliche Bedürfnisse, die bei der Wahl des Futters berücksichtigt werden sollten.
Wichtige Faktoren sind zum Beispiel:
- Alter,
- Größe,
- Aktivitätslevel und
- Gesundheitszustand des Tieres.
Ein sehr aktiver Hund benötigt meist mehr Energie als ein gemütlicher Familienhund. Senioren und Welpen/ Kitten brauchen haben andere Bedürfnisse als erwachsene Tiere.
Auch Unverträglichkeiten oder Allergien spielen eine Rolle. Manche Hunde und Katzen reagieren empfindlich auf bestimmte Zutaten oder vertragen einige Futtersorten besser als andere. In solchen Fällen kann eine angepasste Fütterung (z.B. mit Monoprotein) helfen, Verdauungsprobleme oder Hautprobleme zu vermeiden.
Darüber hinaus spielt auch der Alltag des Halters eine Rolle. Nicht jede Fütterungsart passt zu jedem Lebensstil. Während einige Halter gerne selbst kochen oder barfen, bevorzugen andere eine hochwertige und unkomplizierte Fertigfütterung.
Deshalb lohnt es sich, die Ernährung individuell zu betrachten. Mit der richtigen Fütterung kannst Du viel zur Gesundheit, Vitalität und Lebensfreude Deines Hundes bzw. Deiner Katze beitragen.
Häufige Fehler bei der Hunde- und Katzenfütterung
Die häufigsten Fehler sind:
- zu viel Trockenfutter - vor allem wenn das Futter dauerhaft zur Verfügung steht (sogenannte Fütterung "ad libitum") neigt man dazu, dem Tier evlt. zu viel zu füttern.
- zu viele Snacks - diese sollten (vor allem bei übergewichtigen Tieren) in der täglichen Futtermenge berücksichtigt werden.
- nur Muskelfleisch - wenn nur Muskelfleisch gefüttert wird, stehen dem Tier nicht alle notwendigen Nähr- und Mineralstoffe zur Verfügung.
- falsche Mineralstoffversorgung - dies trifft hauptsächlich Tiere, die mit BARF oder Selbstgekochtem ernährt werden - die Rationen sollten auf ihre Mineral- und Nährstoffversorgung durchgerechnet sein.
- minderwertige Deklarationen - leider geben nicht alle Hersteller die kompletten Inhaltsstoffe ihrer Futter an, dadurch weiß man oft nicht, was man seinem Tier gibt. Achtet daher unbedingt auf eine offene Deklaration.
- falsche Portionsgröße - Katzen haben einen eher kleineren Magen, sie sollten daher mehrmals täglich eine kleinere Portion Futter erhalten.
- zu schnelle Futterumstellung - manche Tiere sind futtersensibel und benötigen besonders viel Zeit bei der Umstellung. Bei einer zu schnellen Umstellung auf neues Futter kann es zu Verdauungsproblemen kommen. Deshalb ist es wichtig, eine Futterumstellung genau zu planen und ggf. einen Berater zu Hilfe zu holen.
Welche Fütterungsart ist denn nun die beste für Hund und Katze?
Die perfekte Lösung gibt es nicht.
👉 Die richtige Fütterung hängt ab von:
- Deinem Alltag
- Deinem Wissen
- den Bedürfnissen Deines Tieres
Orientierung:
👉 Nassfutter ist oft geeignet, wenn Du:
- eine einfache und ausgewogene Lösung suchst
👉 BARF & Selberkochen ist geeignet, wenn Du:
- Dich intensiv mit der Ernährung Deines Tieres beschäftigen möchtest
👉 Trockenfutter ist praktisch, wenn:
- es schnell gehen muss
Bist Du unsicher, welches Futter zu Deinem Hund oder Deiner Katze passt? Gerne unterstütze ich Dich mit einer persönlichen und kostenlosen Futterberatung.
Weitere Fragen zur Fütterung von Hunden und Katzen:
Wie erkenne ich gutes Hundefutter/ Katzenfutter?
Am besten erkennst Du gutes Futter an der Deklaration. Gutes, hochwertiges Futter wird immer offen deklariert - es steht also genau drauf, was drin ist. Die Zutaten sind hochwertig und das Futter besitzt meist auch ein Gütesiegel.
Wenn nicht genau auf der Verpackung steht, was das Futter eigentlich enthält, dann solltest Du lieber einen großen Bogen um darum machen.
Ein zweites Indiz für ein gutes Futter ist die Fütterungsempfehlung. Von hochwertigem Futter benötigt Dein Tier meist deutlich weniger. Wenn die Futtermenge also extrem hoch erscheint, sind oft minderwertige Zutaten verarbeitet worden.
Was ist besser für Hunde: B.A.R.F. oder Nassfutter?
Ein hochwertiges Nassfutter, wie die Sorten von ANIfit, sind mit BARF vergleichbar. Die Frage "was ist besser" hängt daher für mich auch mit "wie viel Aufwand möchte ich betreiben?" zusammen. Denn bei BARF sollte der Halter überlegen, ob er sich in das Thema BARF einlesen oder einen Berater hinzuziehen möchte, oder ob ihm eine unkomplizierte Fütterung wichtiger ist.
Kann man Trocken- und Nassfutter kombinieren?
Ja, viele Tierhalter entscheiden sich für eine Mischfütterung aus Nass- und Trockenfutter. Wichtig ist dabei, die Gesamtfuttermenge anzupassen, damit der Energiebedarf des Tieres nicht überschritten wird.
Welche Fütterungsart ist für Katzen am gesündesten?
Katzen sind von Natur aus Fleischfresser und nehmen einen großen Teil ihrer Flüssigkeit über die Nahrung auf. Deshalb wird häufig hochwertiges Nassfutter empfohlen. Es unterstützt die Flüssigkeitsaufnahme und entspricht eher der natürlichen Ernährung von Katzen.
Ist BARF für Hunde und Katzen geeignet?
BARF (Biologisch Artgerechtes Rohes Futter) kann eine natürliche Fütterungsform sein. Allerdings erfordert sie viel Wissen über Nährstoffe und die richtige Zusammensetzung der Mahlzeiten, damit keine Mangelerscheinungen entstehen.
Welche Fütterungsart ist die beste für Hunde und Katzen?
Die beste Fütterungsart hängt immer vom einzelnen Tier ab. Faktoren wie Alter, Aktivität, Gesundheit und Verträglichkeiten spielen eine wichtige Rolle. Entscheidend ist vor allem hochwertiges Futter mit einem hohen Fleischanteil und möglichst natürlichen Zutaten.
Wie oft sollte man Hunde und Katzen füttern?
Die meisten erwachsenen Hunde werden ein- bis zweimal täglich gefüttert. Katzen fressen häufig kleinere Portionen über den Tag verteilt. Wichtig ist eine regelmäßige Fütterungsroutine und die richtige Portionsgröße.
Ich helfe Dir gerne dabei, die richtige Fütterungsroutine zu finden.
Wie viel Futter braucht eine Katze?
Auch bei Katzen hängt die Futtermenge von verschiedenen Faktoren (wie z.B. Freigänger oder Wohnungskatze, Bewegung, Alter usw.) ab. Gerne errechne ich die individuelle Futtermenge Deiner Katze in meiner kostenlosen Beratung.

Welche Fütterungsart passt zu meinem Tier?
Es gibt nicht "die eine" perfekte Fütterung. Aber es gibt:
- eine passende Lösung für Dich und Dein Tier.
Wenn Du die verschiedenen Fütterungsarten für Hunde und Katzen verstehst, kannst Du bessere Entscheidungen treffen, Dein Tier optimal versorgen und dadurch langfristig gesünder füttern.
Du bist unsicher? Du weißt nicht, welche Fütterung zu Deinem Hund oder Deiner Katze passt? 👉 Ich unterstütze Dich gern dabei - individuell und ehrlich.



