


Warum die Deklaration so wichtig ist
Viele Hundehalter achten beim Futter zuerst auf Dinge wie:
- „mit viel Fleisch“
- „natürlich“
- „Premium Qualität“
Doch das eigentliche Entscheidende steht nicht auf der Vorderseite.
Sondern auf der Rückseite.
In der Deklaration – also der Zutatenliste.
Und genau hier wird es für viele plötzlich unübersichtlich.
Begriffe klingen kompliziert.
Angaben wirken unvollständig.
Und manchmal bleibt mehr Fragezeichen als Klarheit.
Dabei steckt genau hier die wichtigste Information über das Futter deines Hundes.
Was bedeutet „Deklaration“ überhaupt?
Die Deklaration ist die Zutatenliste eines Hundefutters.
Sie zeigt dir:
- welche Zutaten enthalten sind
- in welcher Form sie enthalten sind
- und wie transparent der Hersteller damit umgeht
Man könnte sagen:
Die Deklaration ist die „ehrlichste Stelle“ auf einer Hundefutter-Verpackung.
Denn hier geht es nicht um Werbung – sondern um Inhalt.
Offene vs. geschlossene Deklaration
🟢 Offene Deklaration

Bei einer offenen Deklaration werden die Zutaten genau benannt.
Beispiel:
- Huhn (60 %)
- Rind (20 %)
- Karotte
- Reis
👉 Du erkennst genau, was drin ist.
🔴 Geschlossene Deklaration

Hier werden Zutaten zusammengefasst.
Beispiel:
- Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse
- pflanzliche Nebenerzeugnisse
- Öle und Fette
👉 Du weißt nicht genau, was dahinter steckt.
Warum das wichtig ist
Eine offene Deklaration bedeutet nicht automatisch „gut“.
Eine geschlossene bedeutet nicht automatisch „schlecht“.
Aber: Je genauer die Deklaration, desto besser kannst du vergleichen, was du fütterst.
Tierische Nebenerzeugnisse – was steckt dahinter?
Dieser Begriff sorgt oft für Verunsicherung.
Denn er klingt unklar.
Tierische Nebenerzeugnisse können sein:
- Innereien
- Knochen
- Fett
- aber auch weniger hochwertige Bestandteile
Das Problem ist nicht automatisch der Inhalt.
Sondern: Du weißt oft nicht genau, was gemeint ist.
Und genau das macht den Vergleich zwischen Futtersorten schwierig.
Pflanzliche Nebenerzeugnisse
Auch dieser Begriff ist sehr allgemein.
Er kann beinhalten:
- pflanzliche Fasern
- Nebenprodukte aus der Verarbeitung
- unterschiedliche pflanzliche Rohstoffe
Auch hier gilt:
Es ist nicht unbedingt schlecht – aber wenig konkret.
Analytische Bestandteile – was bedeutet das?
Hier findest du Werte wie:
- Rohprotein
- Rohfett
- Rohfaser
- Rohasche
- Feuchtigkeit
Diese Angaben sagen dir nicht, welche Zutaten drin sind, sondern wie das Futter zusammengesetzt ist.
Viele verwechseln diese Werte mit der Zutatenliste – dabei sind es zwei völlig verschiedene Dinge.
Zucker, Zusatzstoffe & versteckte Zutaten
Ein wichtiger Punkt: Zucker ist im Hundefutter oft nicht direkt als „Zucker“ sichtbar.
Er kann sich hinter Begriffen verstecken wie:
- Karamell
- Melasse
- Sirup
Auch Zusatzstoffe wie Farb- oder Aromastoffe stehen oft nicht im Fokus der Vorderseite.
Darum lohnt sich ein genauer Blick auf die Rückseite immer.
Wie erkenne ich gutes Hundefutter?
Es gibt nicht „das eine perfekte Futter“.
Aber es gibt klare Orientierungspunkte:
✔ verständliche Zutatenliste
✔ nachvollziehbare Herkunft der Zutaten
✔ transparente Deklaration
✔ keine unnötigen Füllstoffe ohne Erklärung
✔ klare Struktur statt Sammelbegriffe
Mein Blick auf Hundefutter
Ich glaube nicht, dass Hundehalter schlecht entscheiden.
Ich glaube, sie bekommen oft einfach zu wenig verständliche Informationen.
Darum geht es hier nicht um Angst oder Verunsicherung.
Sondern um Verständnis.
Denn: Wer versteht, was im Napf landet, kann bewusster entscheiden.
Fazit
Die Deklaration ist kein kompliziertes Fachthema.
Sie ist einfach die Rückseite der Wahrheit.
Und genau dort lohnt sich ein zweiter Blick.
Wenn du Unterstützung möchtest
Wenn du dir unsicher bist, ob das aktuelle Futter deines Hundes wirklich passt, helfe ich dir gerne dabei, die Deklaration gemeinsam durchzugehen.